YouthSpark Live: dein Werk, deine Entscheidung

Der jüngste YouthSpark-Live-Event zum Welttag des geistigen Eigentums stand ganz im Zeichen von Urheberschaft, Originalen und dem Schutz von geistigem Eigentum. Was macht ein Original aus, was hat das mit Sicherheit und Kreativität zu tun, welche Rolle spielt geistiges Eigentum in verschiedenen Berufen und wie fühlt es sich an, selbst Urheber zu sein? Mit diesen und vielen weiteren Fragen beschäftigten sich 60 Schülerinnen und Schüler der Klassenstufe 9 am 29. April im Microsoft Atrium Unter den Linden.
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veröffentlicht am 7.5.2015

Urheberrecht und geistiges Eigentum sind Begriffe, die in den Ohren der meisten Jugendlichen verstaubt und nach einer weit entfernten Erwachsenenwelt klingen. Dass das Thema in unserer digitalisierten Welt durchaus auch die Jugendlichen betrifft und dass es in nahezu jedem Beruf Berührungen damit gibt, das zeigte der YouthSpark Live-Event zum Welttag des geistigen Eigentums.

Gleich in der Einführung durch Thomas Schmidt, Geschäftsführer von Helliwood, fiel ein lebensnahes Beispiel. „Wer von euch benutzt ein anderes Passwort bei Facebook, als bei Amazon?“ fragte Schmidt. Nur zwei der 60 Jugendlichen hoben die Hand. „Und wer hat wegen Heartbleed sein Passwort geändert?“ – wieder gehen nur zwei Hände in die Luft.
Auch Internetsicherheit, Datenschutz und gute Passwörter gehören in das Themenspektrum „Schutz des geistigen Eigentums“ und dieses Beispiel macht deutlich, dass genauso viele Unsicherheiten bestehen, wie bei der Frage nach Urheberrechtsverletzungen. Viele wissen zwar, was sie tun müssten, um ihre Daten zu schützen und was sie nicht tun dürften, um das Recht nicht zu verletzen, halten sich aber nicht daran. Warum eigentlich nicht? Wahrscheinlich weil das nötige Bewusstsein dazu fehlt.

Ein einzelner illegaler Download oder eine Raubkopie richten keinen großen Schaden an, die Masse aber schon. Dass jeder Einzelne durch sein Verhalten einen Beitrag dazu leistet, die hohe Qualität, die Innovationskraft und die Leistung von Original-Produkten zu sichern und damit Sicherheit und Zukunftsperspektiven (zum Beispiel in Form von Arbeitsplätzen) fördert, erfuhren die Jugendlichen im Austausch mit dem Team von Microsoft und Helliwood.

Nach der Einführung gab es wie schon beim Girls‘ Day eine Speed-Dating-Runde, bei der Professionals aus verschiedenen Berufsfeldern den Jugendlichen in vier Runden à 15 Minuten Rede und Antwort zu ihrer Tätigkeit standen. Alle beschäftigen sich in ihrem Berufsalltag jeweils mit einem ganz speziellen Aspekt von Urheberrecht und geistigem Eigentum.
Was hat ein internationaler Konzern wie Microsoft als Hersteller von Soft- und Hardware mit geistigem Eigentum zu tun? Kann eine Zeitung mit einem Artikel, den ein freier Journalist für sie schreibt, machen was sie will? Wie schützt man sich als Produktdesigner vor Ideenklau? Warum sind in Deutschland so viele Videos auf YouTube gesperrt? Und kann man mit Musik heutzutage noch Geld verdienen? Diese und andere Fragen konnten die Jugendlichen im direkten Gespräch mit ihren „Dates“ angehen.

„Das Gespräch mit dem Rechtsanwalt war total interessant, ich habe das ganze Thema jetzt viel besser verstanden.“ – Bela

Nach einer kurzen Pause ging es direkt in die Workshops, in denen die Jugendlichen selbst in die Rolle der Urheber schlüpften und dabei die Dimension von geistigem Eigentum praktisch erfahren konnten.

In Track I – Computer Science produzierten die Jugendlichen in zwei Gruppen Content für zwei Apps. Mit der Selfie-Box wurden kurze Videos mit dem Statement „Ich bin ein Original, weil …“ produziert. Mit Papier, Stift und Scanner kreierte die zweite Gruppe ein interaktives Bilderrätsel, die Soundpictures, für ihre Facebook-App. Auf Bildkarten ist jeweils ein Song anhand eines Bildes dargestellt, die Lösung führt jeweils zu dem dazugehörigen Musikvideo.

Track II – Jobs & IT befasste sich mit Begriffen aus dem Urheberrecht. Ein Glossar, das mit Körperbuchstaben die wichtigsten Begriffe aus dem Urheberrecht darstellt, war der eine Teil, eine Bildgeschichte zum Thema „Ideenklau“ der andere.

In Track III – Entrepreneurship schlüpften die Jugendlichen in die Rolle einer Kreativagentur und entwickelten eine Kampagne zu Originalen. Die Motive drehten sich um die vier Leitsätze von „Originale setzen Zeichen“: Originale können mehr, Originale bieten Sicherheit, Originale fördern Kreativität und Originale gestalten Zukunft. Die zweite Gruppe setzte mithilfe der „Geheimsprache“ Leetspeak verschlüsselte Liebesbotschaften an ihre liebsten Originale zusammen.

Die Ergebnisse zeigen wir in den nächsten Tagen auf der Facebook-Seite von Helliwood.

„Die Aufgabe war wirklich knifflig, aber deshalb hat es auch so viel Spaß gemacht. Auch weil wir dabei gut begleitet wurden“ - Vivienne

Der Workshop-Tag war der krönende Abschluss einer ganzen Woche rund um das Thema Originale in der Microsoft-Repräsentanz Unter den Linden in Berlin.

Über YouthSpark Live:
YouthSpark Live events are an opportunity for young people to have direct engagement with Microsoft and local partners in supporting and planning their futures. The events have an overall focus on empowering participants for three primary pillars: Employment and 21st century job skills, entrepreneurship and the skills needed to run a Business, advanced technology skills and continuing training or education.
Throughout, events highlight the role that technology plays in all three pillars, as well as the programs and resources that can help them, made available through Microsoft and YouthSpark partners.
Der Welttag des geistigen Eigentums ist ein Aktionstag der UNESCO, der jedes Jahr am 26. April stattfindet. Er wurde ins Leben gerufen, um eine Diskussion über die Rolle von geistigem Eigentum anzuregen und Innovation und Kreativität zu fördern.
Zu der Kampagne Originale setzen Zeichen
Auch IT-Fitness, die Initiative zu Internetsicherheit, griff das Thema in einem Feature auf.